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Gametest in der Tegra Zone: Shadowgun für Android im Test

Dienstag, 25. Oktober 2011, 13:27

von Rainer Rosenthal

shadowgun 1

shadowgun 1

Mit Shadowgun betritt ein Spiel die Bühne, wie man es auch PC oder Konsole kennt. Sowohl vom Spiele-Inhalt wie auch von der Grafik her muss sich Shadowgun für Tegra und Android in unserem Game Test heute behaupten. Für den Test steht uns eine Vorab-Version der shadowgun.apk zur Verfügung, in englischer Sprache und mit englischen Untertiteln.

Das Game versetzt uns ins Jahr 2350. Eine der üblichen Problemlösungen der zeit sind Kopfgeldjäger, so genannte Shadowgun, die gegen ein entsprechendes Sümmchen unliebsame Zeitgenossen aus dem verkehr ziehen und wohl recht gut davon leben können.
Das Problem in Shadowgun hört auf den Namen Dr. Edgar Simon und hat sich einige recht eigenartige Gestalten und Maschinen zu seinem Schutze geschaffen, die es im Spiel zu überwinden gilt.

shadowgun 3

shadowgun 3

Dass Edgar Simon alle Register zu ziehen versteht muss John Slade bereits beim Anflug auf Simons Hauptquartier feststellen. Eine Videosequenz von beachtlicher Länge führt uns ins Geschehen ein. Bereits hier hebt sich Shadowgun sehr wohltuend von anderen Games für Tablets und Smartphones ab. Offenbar hat Madfinger Games als einer der ersten Entwickler für Mobile Devices seine Sache ernst genommen und die Tegra Plattform auch als ernsthafte Basis angesehen. Das Video lässt uns erste Details zum Ziel wissen, zeigt uns einige Einblicke und schafft es beispielhaft eine passende Grundstimmung zu erzeugen.

Zum Beginn des eigentlichen Spiels erleben wir John Slade gerade etwas angeschlagen. Nach dem Abschuss seines Shuttles, es muss ja eine Begründung her, warum er nur mäßig bewaffnet und ausgerüstet ist, rafft er sich auf, klärt einige Einzelheiten mit seiner Androiden Assistentin im Mutterschiff und beginnt seine Mission. Ein Automatik-Gewehr und wenig Munition verlangen nach Aufklärung der Gegend.

Dabei sind die ersten Missionen noch klar als Tutorial gestaltet. Abgegrenzte Bereiche, genügend zeit und am Anfang auch nur zwei Gegner im Bereich lassen ausreichend Zeit zum Eingewöhnen und trainieren. Training ist auch recht notwendig, da unser Shadowgun, wie man die Kopfgeldjäger der Zeit nennt, ein recht beachtliches Repertoire an Möglichkeiten hat.

So kann sich John Slade hinter diversen Kisten und Barrieren verschanzen, seine Gegner aus dieser Deckung bekämpfen und so sein Leben schonen. Einige der Barrieren halten auch längerem und schwererem Beschuss stand, einige Hindernisse zerbröckeln aber auch recht schnell. Ist das leben in Gefahr, so nimmt sich eine kleine Auszeit in einer guten Deckung und kann wieder ins Gefecht ziehen. Stirbt man, so beginnt die Mission erneut am letzten Speicherpunkt.

Diese punkte sind meist die Durchgänge in den nächsten Bereich. Am Anfang von Shadowgun kein Problem, die Bereiche sind klein, später allerdings mit einiger Laufarbeit und auch Orientierung verbunden. Öffnen lassen sich die Durchgänge jeweils wie normale Türen, durch das Abschalten von Sperren oder durch einen Code. Nix Wildes, aber immer eine nette Unterbrechung des Gemetzels. So ist das Spiel im Ganzen, es dauert schon einige Stunden, in handliche und zeitlich absehbare Abschnitte unterteilt.

Das Arsenal an Gegnern hat letztlich überrascht. Bedrängen uns anfangs nur einige dumme Mutanten, kommen im Verlaufe der Zeit auch Kampfroboter (letztlich enttäuschend dämlich) und eine Art Kamikaze-Roboter-Spinnen so wie Flugautomaten und feste Feuerpunkte an unerwarteten stellen auf uns zu. Glücklicherweise gibt es auch genug Munition. Einige Kisten und die Mehrheit der erledigten Gegner lassen genug Nachschub fallen.

Bekämpfen dürfen wir diese Gegner-Ansammlungen mit allerlei Kriegsgerät. Zum Start haben wir ein Automatik-Gewehr, später dann auch eine Panzerfaust und mehr. Zusätzliche stehen allerlei explodierende Kisten in den Arealen umher, die gut gegen feindlich Roboter eingesetzt werden können.

shadowgun

shadowgun

Aus diesen Zutaten zaubert das tschechische Studio Madfinger Games uns ein Spiel, wie wir es für Android schon so langer erwartet haben. Im Konzept stand Gears of War Pate und so spielt sich Shadowgun dann auch.
Die Steuerung ist dabei sehr intuitiv umgesetzt. Es wäre wohl zu wünschen, wenn es so als Standard auf Android definiert würde. Die linke Seite bietet bei Berührung die Steuerung für den Charakter und rechts haben wir Blickrichtung und Zielen, einzig die Feuertaste ist dabei fix. Bereits nach wenigen Minuten ist diese Art der Steuerung „blind“ zu beherrschen.

Bei der grafischen Umsetzung kommt dann auch der Tegra Prozessor mit seiner hohen Leistung zum Einsatz. Bereits mit dem aktuellen Tegra 2 bietet Shadowgun eine Optik wie entsprechende Konsolen-Games und es ist eine optimierte Fassung für den Tegra 3 Kal El geplant.

Wo Licht ist findet sich auch Schatten. Ich will hier nicht über die KI herziehen, die meisten Angreifer nutzen Deckungen, verteilen sich und feuern abwechselnd, was für die Roboter nicht zutrifft. Dies Blechdosen haben eine gewaltige Feuerkraft, mehr nicht. Dumm wie ein Sack Bohnen lassen sie sich langsam aber sicher, zerlegen. Allerdings wächst die Gesamt-Herausforderung mit den drei Schwierigkeitsgraden deutlich fühlbar an.

Spielbar ist Shadowgun auf allen Tegra Geräten. Dabei leidet bei kleinen Bildschirmen, das übliche 4 Zoll Smartphone-Format, natürlich die Übersicht. Ein leicht erreichbare Zoom-Funktion könnte hier Abhilfe schaffen. Auf Tablet PC mit Tegra 2 Prozessor wie dem zum Test genutzten Motorola Xoom, ist der Schnittpunkt von Übersicht und Steuerung aber ausgezeichnet.

Shadowgun folgt der Idee eines Hard-Core Games und portiert diese Idee sehr gut auf die Tegra Geräte, wo vorhandene Leistung gut und gleichmäßig umgesetzt wird. Mit einer Optimierung auf Kal El sollte dann aber auch mehr Zerstörbarkeit Einzug in die Areale halten. Letztlich hat Madfinger Games hier eine neue Messlatte in der Tegra Zone angelegt, die so leicht kaum zu übertreffen ist. Wir wollen mehr derartige Games sehen. Sofort!

Tags: tegra zone vidia

Kommentare

von DimaK, Donnerstag, 10. Mai 2012, 17:07

Wie viel Mb wird es haben?

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